Für die Arbeit mit Menschen aus Notfallgeschehen:
- Berufsgruppenspezifische Fortbildung
- Spezifische Krisen- und Notfall-Themen
- allgemeine Grundlagen
- Hintergrundwissen
- Praxisfragen
- Trainings
Hintergrund:
Wenn Menschen ein Extremereignis oder Notfall erlebt haben, sind sie vielfachen Anforderungen ausgesetzt.
Sie müssen das Geschehen/Ereignis psychisch verarbeiten, die Heilung körperlicher Veränderungen in Gang bringen, soziale Aspekte bewältigen und möglicherweise entstandenen Sachschaden ausgleichen.
Dies ist ein komplexer Prozess und gelingt sehr unterschiedlich.
Während ein Teil der Betroffenen an dieser Erfahrung wächst und reift, entwickelt ein anderer Teil Störungen/Erkrankungen und nicht wenige zerbrechen sogar daran.
Die Beschäftigung mit der Frage, wie Erkrankungen vorgebeugt oder die Störungsrate vermindert werden kann, hat gezeigt, dass eine „Rasche Hilfe“ die Betroffenen schützt.
"Rasche Hilfe" meint, die Betroffenen so früh wie möglich nach diesem Ereignis darin zu unterstützen, wieder handlungsfähig zu werden und sich psychisch zu stabilisieren.
Für alle Berufsgruppen, die mit diesen Menschen arbeiten, heißt das,dass sich ihre Aufgabenbereiche um die "Rasche Hilfe" erweitern.
Das bedeutet, dass
- Einsatzkräfte und medizinisches Personal bereits bei der Rettung und medizinischen (Erst-) Versorgung im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch mit einer psychischen Ersten Hilfe beginnen,
- Kriseninterventionsteams zur psychologischen Akutversorgung an den Ereignisort kommen, und
- Psychosoziale Fachkräfte ihre Tätigkeitsfelder den psychotraumatologischen Erfordernissen anpassen.
Neben spezifischem Fortbildungsbedarf entstehen hier neue Schnittstellen der Zusammenarbeit, die wachsen und gepflegt werden müssen.
Notfallkompass fördert diesen herausfordernden Prozess mit Einsatz- und praxisorientierter Fortbildung.





